Tipps gegen Schlaflosigkeit

Zum Thema Schlaflosigkeit und Schlafstörungen kann man sagen: es ist ein großes Thema mit vielen Nebenschauplätzen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Ansätze, diesem Problem zu begegnen. Es gibt 2 Arten von Schlaflosigkeit: Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Hier kommen einige Tipps von mir aus der Sicht der Heilpraktikerin mit ganzheitlicher Betrachtung des Themas.

Schlaf vorbereiten

Schlafraum

Um innerlich aufgeräumt zu sein, muss man auch für äußerliche Ordnung sorgen. Es geht ja nicht darum, alles picobello und bis in jeden Winkel ordentlich zu halten, sondern schaffen Sie sich ein Umfeld, dass Sie einlädt, zur Ruhe zu kommen.

Deshalb wäre es gut, aufgetürmte Kleiderberge weg zu räumen, nicht zu viele Sachen herumliegen zu haben, auch das Bett ordentlich zu halten. Im Sommer möglichst leichte und im Winter ausreichend wärmende Bettwäsche zu verwenden. Es ist immer schöner, in ein Bett zu schlüpfen, dass ordentlich zurecht gemacht ist, als in eine unordentliche Höhle. Denn unser Unterbewusstsein ist an allen Vorgängen beteiligt und registriert alles Störende sowie ein harmonisches Umfeld

Der Schlafraum sollte nich zu warm und gut durchgelüftet sein. Ein schönes Ritual ist immer vor dem Schlafengehen durchzulüften (im Winter 10 Minuten, im Sommer 30 Minuten vorher).

Ernährung

Sie sollten keine schwere (fette und kohlenhydratlastige) Nahrung zu sich nehmen. Der Körper wäre sonst die ganze Nacht damit beschäftigt, zu verdauen. Auch in der Nacht sollen unsere inneren Organe (auch die Verdauungs-Organe) zur Ruhe kommen.

Zur Ruhe kommen

Aufschreiben

Sollten Sie Gedanken oder anstehende Aufgaben plagen und bedrücken, ist es sehr hilfreich, all diese Dinge wie eine Art Liste niederzuschreiben und zu wissen: sie sind aus dem Kopf. Am nächsten Tag können sie abgearbeitet werden und man braucht sich damit nicht mehr zu beschäftigen.

Schwieriger ist es mit Sorgen oder tieferliegenden Problemen, die nachts – wenn unsere Kontrolle innerlich zurück geht – bearbeitet werden und für die Schlaflosigkeit sorgen. Da hilft es meistens nicht, diese Dinge nur aufzuschreiben. Zwar bin ich auch hier ein Freund davon, diese kurz stichpunktartig aufzuschreiben und am nächsten Tag bewusst zu eruieren. Wenn man aber das Problem nicht alleine erkennt, was bei alten, tieferliegenden Problemen (die vielleicht schon in der Kindheit begründet sind) häufiger der Fall ist, sollte man sich einen Fachmann suchen, mit dem man dieses aufarbeitet. Dann je länger Sie sich mit dem Problem herumschleppen, umso größer wird es.

Damit sind wir bei dem Thema Durchschlafstörung angelangt. Nachts liegen wir wach und können nicht mehr einschlafen. Die in der Tiefe liegenden Themen kommen hoch und wir wissen nicht einmal was uns genau plagt, da es uns nicht bewusst ist!

In solchen Fällen kann ich Sie nur herzlich in meine Praxis einladen und wir werden das Thema beleuchten und bearbeiten. Hier suchen wir dann gemeinsam das Problem hinter dem Problem. Schon nach der ersten Sitzung werden Sie mehr hinter die Kulissen sehen und Erleichterung erfahren.

Atemübungen

Sehr hilfreich (auch für das oben angeführte Thema) sind um Sorgen loszulassen oder zu bearbeiten, und auch Tagesaufregungen zu bewältigen sind Atemübungen. Eine sehr von mir geschätzte Übung ist die Anti-Stress-Atmung. Diese finden Sie gut erklärt in meinem Video zu Schlafstörungen. Die Formel ist ganz einfach: 6 – 8 – 10.

Zu vermeiden

Essen und Trinken

Folgende Genussmittel sollten Sie vor dem Zubettgehen unbedingt vermeiden: Alkohol (hilft oft beim Einschlafen, sorgt aber unter Umständen für unruhigen Schlaf bzw. eine Durchschlafproblematik!), Grüner Tee, Tees mit Ingwer, Roter Tee (Säureproduktion), fette Speisen und Kohlenhydrate. Vorzuziehen sind Eiweiße, also Fisch, Geflügel, Fleisch, Yoghurt, Quark, Sojaprodukte und Eier. Gemüse ist immer das Mittel der Wahl.Salate sollten Sie sehr gut kauen, da sie sonst blähen.

Sollten Sie Ihr Gewicht reduzieren wollen, wird Ihnen im übrigen dieses Programm sehr gut dabei helfen, da die Abendmahlzeit die wichtigste ist. Sie sollten satt, aber nicht vollgestopft ins Bett gehen. Mehr hierzu finden Sie auch unter Abnehmen und Gewichtsreduktion. Ein neues Video von mir folgt in Kürze.

Reize

Computer, Handy und auch Fernsehen sollten Sie direkt vor dem Schlafengehen vermeiden, denn unser Gehirn arbeitet auch im Schlaf weiter und beschäftigt sich mit den Themen und über die Augen aufgenommenen Reize.

Überlegen Sie sich also die Wahl Ihres Abendprogramms, ob Sie sich für blutrünstig oder entspannend entscheiden. Auch Musiksendungen (mit Ausnahme von klassischer und entspannender Musik) lassen den Adrenalinspiegel höher fahren. Adrenalin ist der Gegenspieler zum Serotonin – dem Hormon, das für die Schlaftiefe verantwortlich ist. Deshalb befindet sich der Körper anschließend in (wenn auch positiver) Aufregung – was uns aber vom Einschlafen abhält. Es geht auch hierbei um die Reizüberflutung von Gehör und Augen.

Wer die Muße noch hat, nach dem Fernsehprogramm einen 5 – 10 minütigen Spaziergang zu machen, ist auf der sicheren Seite.

Sollten Sie  nach der Arbeit oder ca. 2 Stunden vor dem Schlafengehen Lust haben zu Joggen, machen Sie nichts falsch, da unser Gehirn zwischen Rennen und Wegrennen nicht unterscheidet. Wenn Sie also von der Arbeit oder anderen Tätigkeiten im Laufe des Tages gestresst sein, ist uns unser Gehirn sehr dankbar, davor buchstäblich wegrennen zu können (siehe dazu auch mein Video Tipps gegen Schlaflosigkeit). Achten Sie also auf einen ausreichend großen Abstand von Ihrem Training zum Einschlafen.

Hormone

Die stetig abfallende Östrogenproduktion sorgt leider häufig bei Frauen in den Wechseljahren für Schlafstörungen und auch die damit verbundenen Hitzewallungen können zu Schlafstörungen führen.

Hier kann ich nur das Hormon-Yoga, das ich in meiner Praxis anbiete, wärmstens empfehlen! Sowohl aus meiner eigenen Erfahrung als auch  aus meiner 8 jährigen Erfahrung in  meinen Hormon-Yoga Seminaren.

Zur Bestimmung homöopathischer Medikamente und Akupunktur sowie Bachblüten im einzelnen Fall, berate ich Sie gerne persönlich in meiner Praxis.